Schmuck und Accessoirs - Almosenbeutel

Almosenbeutel mit Stickereien nach einer Handschrift aus dem frühen 14ten Jahrhundert(1320-80)
Während lederne Gürteltaschen sich erst spät durchsetzten, trug man am Gürtel für die Aufbewahrung von Kleinigkeiten und Geld entweder einen kleinen ledernen Beutel oder aber eine Stofftasche, die je nach Vermögen reich verziert und bestickt sein konnte. Ob der häufigen Assoziation der daraus gereichten Almosen an Arme durch Reiche bekam dieser Beutel den Namen "Almosenbeutel".
Tatsächlich war das Geben von Almosen weit verbreitet, da man sich mit der Mildtätigkeit, die man als wesentlichen Teil des christlichen Glaubens erachtete, einen sicheren Zugang zum Himmelreich zu erkaufen glaubte.

Der vorliegende Almosenbeutel wurde mit Motiven aus der Heidelberger Liederhandschrift bestickt.

Weitere Bilder

Almosenbeutel aus roter Seide mit Quasten aus SeidenfädenAlmosenbeutel aus Wolle mit Leinenquasten und gestickter BlütenrankePlatzhalter Platzhalter Platzhalter

Quellangaben

Almosenbeutel
Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe: Beutel mit sich neckendem Pärchen (Minnegeschenk); Gold- und Seidenfäden; wurden am Gürtel befestigt und dienten zur Aufnahme der für Almosen bestimmten Münzen (Paris, um 1340)
Almosenbeutel
 
Budapester Fragment
Die erhaltenen Fragmente sind Teil einer nie ganz fertiggestellten bebilderten Liederhandschrift. Vor ihrer Auffindung haben die Blätter als Einschlag eines bislang unbekannten Buches (oder einer Handschrift) gedient.
Budapester Fragment
 
Heidelberger Liederhandschrift
Diverse Folianten der "Manesse"
 

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