Offensivwaffen - Armbrust

Armbrust, Köcher und Bolzen(1320-80)
Rekonstruktion einer Armbrust aus dem frühen 14. Jahrhundert mit metallenem Spannbogen.

Die Armbrust taucht bereits vor der Völkerwanderungszeit im heutigen Deutschland und Mitteleuropa auf und bleibt bis Ende des 15. Jahrhunderts die dominierende Schusswaffe gegenüber dem Bogen, der besonders in Deutschland nie kulturelle Verwurzelung erfuhr.
Im Gegensatz zu dem Bogen, der für die Heeresverwendeung viel Übung und eine große Masse an trainierten Leuten benötigt um effektiv zu sein, kann die Armbrust von nahezu Jedem effektiv eingesetzt werden und erlaubt durch mechanische Speicherung der Bogenkraft das Zielen, was ihr eine höhere Durchschlagskraft verschafft.
Dies macht sie vor allem für Jäger (siehe Wilhelm Tell) und für Belagerungen effektiv, sowie im gezielten Einsatz gegen gepanzerte Reiter.

Weitere Bilder

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Quellangaben

Luttrell Psalter
Der Luttrell-Psalter, ein ca. 1325-45 in England entstandendes Psalmbuch, ist mit eine der wichtigsten, wenn auch sicher englischen Quellen für Kleidung und Werkzeuge der arbeitenden Bevölkerung im frühen 14ten Jahrhundert.
 
Heidelberger Liederhandschrift
Diverse Folianten der "Manesse"
 
2 Bildsteine aus der ländlichen Oberschicht in Südgallien
Handarmbrust mit kompositen Wurfarmen. 2/3 Jahrhundert n.C. (Salignac-sur-Loire und Saint-Michel)
 
Armbrüste in der Bibel des Haimo von Auxerre
datiert auf 840 n.C.
 
Abzugsnuss, post-römische Epoche
Buston, Ayrshire
 
Diverse Beschreibungen mitteleuropäischer Armbrüste
Armbrüste aus "The Crossbow" von Sir Ralph Payne-Gallwey
 

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