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Gugel
Die Gugel ist ein im Mittelalter sehr beliebtes Kleidungsstück, welches aber prinzipiell von Männern getragen wurde und sich vor allem im 14. Jahrhundert besonderer Beliebtheit erfreute.

Eine Gugel ist eine Art von separater Kapuze, die auch teilweise die Schultern bedeckt und meist aus Wolle oder Loden hergestellt wird; gefütterte Varianten mit Leinen oder auch Seidenfutter sind ebenfalls üblich. Anfangs nur vom einfachen Volk getragen, setzte sie sich später auch beim Adel durch.

Eine weitere Variation der Tragweise ist die aufgerollte Version, bei die Gesichtsöffnung auf dem Kopf getragen wird.

Im Laufe des Spätmittelalters wird eine Variante der Gugel, meist vorne geknöpft oder genestelt, auch für Frauen gesellschaftsfähig.

 
Hundsgugel
Dieser Helm, der von der Grundform eine Beckenhaube ist, besitzt ein schnauzenförmiges Klappvisier (->Hundeschnauze) und ist eine Weiterentwicklung früherer, mit flachem Klappvisier ausgestatteter Helme. Er kam ca. 1360-70 in Italien und Deutschland auf und trug dazu bei, die schweren, als Schutz beim Reiterangriff über der Beckenhaube getragenen, Kübelhelme endgültig abzulösen.
 
Loden
von ahd. "grobes Wollzeug (Lodo)". Stark gewalktes Tuch aus Wolle, besonders aus Streichgarn, das durch den Prozess des Walkens sehr dicht wird. Wurde damals wie heute für besonders wetterfeste Kleidung wie Umhänge, Gugeln etc. eingesetzt.