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W

Wams
Enges, hüftlanges Kleidungsstück, das sich ca. ab 1340 entwickelte und zunächst der Unterkleidung zuzurechnen ist. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts tritt es stärker in Erscheinung und erhält schließlich den Status einer offen getragenen Oberbekleidung, was auch dazu führt, dass sich die verwendeten Materialien ändern.
 
Wappenrock
(falsch: Waffenrock) Der Wappenrock oder auch heraldische Surcot ist eine Sonderform des Surcot in militärischer Verwendung und taucht in einfarbiger Form verstärkt ab dem 13. Jahrhundert auf. Im 14. Jahrhundert nimmt sein Formen- und Farbreichtum viele Ausprägungen an, verliert jedoch mit der aufkommenden Plattenrüstung zunehmend an Bedeutung. Er ist eng verwandt mit dem Tappert.
 
Waffenknecht
Bewaffneter, oft unfreier Dienstmann. Generelle Bezeichnung für waffentragende (Fuß-)Truppen im Dienstverhältnis. Siehe auch Knecht.
 
Wilhelm Tell
Das von Friedrich von Schiller ca. 1803 verfasste Drama handelt vom Freiheitskampf der Schweizer gegen die Herrschaft der Landvögte (-> Vogt ) in der Schweiz des 14. Jahrhunderts.
 
Wolle
Als Wolle wird die weiche Behaarung mancher Säugetiere bezeichnet, insbesondere des Schafes. Das aus diesen Haaren durch Kämmen, Verspinnen und Weben hergestellte Tuch ist seit Jahrtausenden Hauptbestandteil der menschlichen Bekleidung gewesen, bis es durch die Verbreitung der Baumwolle in der späten Neuzeit und durch moderne Polyesterverbindungen abgelöst wurde. Wolle zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die sie für Bekleidung ideal machen:
  • Sie kann bis zu einem Drittel ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen und wärmt dennoch
  • Sie kann im Faserinneren Wasserdampf aufnehmen, durch hohen Lanoningehalt (Wollfett) perlt Wasser jedoch von der Oberfläche ab
  • Wolle wird nicht leicht schmutzig, da die Faserstruktur einen selbstreinigenden Effekt besitzt
  • Wolle nimmt kaum Schweißgeruch an
  • Die Fasern sind sehr elastisch, daher knittert sie kaum und eignet sich für körpernah geschnittene Kleidung
 
Wildseide
Auch Tussahseide, Dupionseide. Seidengewebe aus den versponnenen Kokons bereits geschlüpfter, wilder Raupen. Durch die Löcher im Kokon entsteht eine Unterbrechung im Faden, wodurch das resultierende Gewebe kleine Knötchen aufweist. Diese Seidenart wurde im Mittelalter nicht verwendet.