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Cotte
Auch Tunika, Tunique, Kittel, Cotta genannt. Die Cotte war von der Frühzeit bis ins 16. Jahrhundert hinein ein von Männern wie Frauen getragenes, aus Wolle/Leinen/Seide angefertigtes Kleidungsstück einfachen Schnittes. Während die Form und Länge regional, geschlechtsspezifisch sowie zeitlich variieren konnte, blieb der einfache, aus rechteckiger Vorder- und Rückseite, eingesetzten Keilen und Ärmeln bestehende Schnitt vom Grundprinzip der gleiche. Nachdem sich im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts die Mode schließlich stärker in Richtung der Betonung des menschlichen Körpers wandelte, blieb das Kleidungsstück nur noch bei der ländlichen Bevölkerung vornehmlich als Arbeitskleidung in Gebrauch.
 
Coat of Plates
Im 13. Jahrhundert aufkommende Rüstung aus in Leder oder textilen Träger genieteten, sich überlappenden Platten. Während frühe Exemplare (-> Wisby ) noch sehr große Platten besaßen, schrumpften diese ob der Beweglichkeit und Mode (-> Lenttner ) und führten schließlich zur Brigantine, die um 1400 entstand.
 
Cotehardie
Enges, aus der Cotte (vermutlich aus dem Französischen "Cotte hardie" = "gewagter Kittel") um 1340 entstandenes Oberbekleidungstück, das zunächst primär von Männern getragen wurde. Vermutlich erhielt es seinen Namen ob des engen Zuschnittes und der Tatsache, dass es oft nicht über den Schritt hinaus reichte. Ab 1360 tauchte der Begriff auch für eng geschnittene, von Frauen getragene, knöchellange Kleider auf.