Waffen

Fechtkunst im 14. Jahrhundert

Fechten war im Mittelalter der Begriff für den Kampf mit beliebigen Nahkampfwaffen. Vom Dolch, über das Schwert, bis zur Halmbarte, mit all diesen Waffen konnte man Fechten.
Dass der Begriff eher mit Florett, Rapier oder und Degen in Verbindung gebracht wird, ist genauso klischeebehaftetes modernes Denken wie die Vorstellung, dass Schwerter schwer waren und die Kämpfer schlicht brachial aufeinander eindroschen, bis einer nicht mehr stand.
Der folgende Text soll mit einigen der grundlegenden Irrtümer aufräumen.

Fechten nach der deutschen – oder auch Lichtenauer – Schule wird allgemein gerne als eine Sache des 15. Jahrhunderts angenommen.
Zu diesem Irrglauben trägt nicht zuletzt die übermäßig hohe Popularität eines eigentlich eher schlechten Buches mit unkommentierten Bildern aus einem der Thalhoffer Fechtbücher bei.
»Schwertkampf nach Thalhoffer« ist ein oft gehörtes Prädikat, nur leider offenbart es dem Kundigen dann eher, dass hinter diesem Prädikat wenig Fachwissen zur historischen Kampfkunst steckt.

Doch langsam und von vorne.
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